Freitag, 3. Juli 2009

Links 2

20 Euro ohne Gummi

Zwangsprostitution im KZ


Prostituierte verprügeln Schüler

Huren im Theater

Vom Straßenstrich entführt

Nebentätigkeit als Zuhälter - Kündigung

Millionenkredite fürs Rotlicht

Keine Spur von Krise

Doch Krise

Donnerstag, 2. Juli 2009

Sicherheit

Mal wieder jemand, der auf das Kondom verzichten wollte. Nach der üblichen Latexallergie führte er dann das schlagende Argument an: "Du siehst doch klasse aus, du hast kein AIDS!"

Darauf kann man viel antworten. Oder einfach das Verhüterli dort überstreifen, wo der Verstand sich grad hin verzogen hat.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Nur wegen der Kinder

Nur wegen der Kinder würde er meine Dienste in Anspruch nehmen, erklärte er mir. Das leuchtete mir nicht sofort ein, deshalb fragte ich an der Stele nach und erfuhr, dass seine Frau nicht mehr sehr interessiert an Intimitäten wäre in letzter Zeit. "Klar, ich könnte sie einfach rannehmen, ist ja mein gutes Recht als Ehemann. Aber ich will nicht, dass unsere Kinder sowas mitbekommen."

Das sind dann so die Kunden, wo man relativ schweigsam weitermacht und hinterher nicht länger als nötig bleibt.

Freitag, 19. Juni 2009

Zusammenhang?

Es ist ja nicht ungewöhnlich, dass während des Aktes auch ein wenig Kommunikation stattfindet und ebenso wenig ungewöhnlich ist es, wenn diese nicht unbedingt sinnvoll ist. Aber wie war das bitte gemeint:

"Du bist wirklich gut ... ich träume schon lange davon, einmal mit enem Mann Sex zu haben."

Soweit ich es unter der Dusche mitbekomme, bin ich glücklicherweise nicht sehr maskulin.

Montag, 15. Juni 2009

Links 1

[Links im Blog? Finde ich nicht nur im Lawblog oder beim Shopblogger immer wieder interessant, deshalb führe ich das einfach auch mal hier ein.]

Filtert Google Escortservices aus?

Kampf gegen Zwangsprostitution in Moldau

Gebumst wird immer

Ratgeber für Prostituierte in Kiel erschienen

Mittwoch, 10. Juni 2009

Post

Gerade war ich am Briefkasten und fand dort einen Umschlag mit einem Heftchen für Sexkontakte und einer Handvoll Kondome. Dazu ein Kärtchen, auf dem mir die Omi von nebenan viele Grüße schickte.

Dienstag, 9. Juni 2009

Nahrhaft?

"Kann man dich auch essen?"
- "Wie bitte?"
"Naja, essen, so mit der Zunge und so, weiß jetzt nicht genau den Fachbegriff."

Der heißt "lecken" oder auch "französisch" oder "Cunnilingus" und beinhaltet keinerlei Praktiken des Abbeißens. Nur zur Info, falls euch auch mal das richtige Wort entfallen sein sollte.

So still hier?

Hallo alle,

ich melde mich nun wieder zurück. Ich kann und werde nicht versprechen, dass hier jetzt wieder täglich neue Beiträge erscheinen, aber etwas lebendiger wird es auf jeden Fall.

An die Trolle sei dies gerichtet: " "

An diejenigen, die meinen, ich hätte eine Verpflichtung zum Schreiben dies: Ich gebe euch insofern recht, als ich mich über die Kommentare freue und auch schon interessante Menschen über dieses Blog kennengelernt habe. Deshalb finde ich es auch fair, wenn man von mir erwartet, dass ich auf Fragen antworte und ab und an auch was von mir lesen lasse. Aber es kann im Leben immer Phasen geben, an denen man einfach keine Lust oder auch keine Nerven hat, das Blog zu füllen. Da nehme ich mir dann genauso selbstverständlich die Freiheit heraus, nichts zu schreiben, bis sich das wieder geändert hat. Und wenn es fast ein halbes Jahr dauert, dann ist das so.

Bei mir kamen in den letzten Monaten ein paar Sachen zusammen, die dafür sorgten, dass das Blog bei meinen Prioritäten recht weit hinten angesiedelt war. Auf der einen Seite recht angenehme im Beziehungsbereich, auf der anderen eine sehr traurige, denn ich musste sehr unerwartet von meinem Vater Abschied nehmen und dann dazwischen noch viel Alltag, der die restliche Zeit auffraß.

In der nächsten Zeit werde ich endlich die an mich gestellten Fragen beantworten (was ich schon gegen Ende des letzten Jahres begonnen, aber nicht veröffentlicht hatte) und die ein oder andere bloggenswerte Begebenheit habe ich zwischenzeitlich auch wieder erlebt.

Kurz gesagt, auch wenn es hier nicht immer so aussieht, das Blog lebt.

Montag, 1. Juni 2009

Gastbeitrag meiner Mitbewohnerin

Wie lebt es sich mit einer Prostituierten zusammen? Keine Ahnung, was ich da jetzt schreiben soll. Vielleicht erst etwas über mich? Ich bin das, was man wohl solide nennt. Ich habe einen Job, der mich nicht reich macht, aber zum Leben reicht und auch einige Freunde. In meiner Freizeit gehe ich joggen, schwimmen, shoppen und ab und zu ins Kino oder in eine Bar. Nicht sehr aufregend also.

Vor ein paar Jahren trennte ich mich von meinem damaligen Freund und suchte eine neue Wohnung. Weil es bezahlbar sein sollte und ich auch nicht gern allein bin, schwebte mir eine WG vor und so besichtigte ich einige. Manche erfüllten die schlimmsten Klischees, andere waren nett und mit einigen Leuten verstand ich mich schon bei der Besichtigung gut. Melanie gehörte zu diesen. Nachdem ich mich schließlich entschieden hatte und sie anrief, um zu sagen, dass ich das Zimmer gern nehmen würde, war ich etwas irritiert, denn sie sagte, dass sie nichts dagegen hätte, aber vorher mit mir ein Gespräch führen wolle. Ich sagte okay, worum geht es denn? Aber sie wollte es ungern am Telefon machen und deshalb verabredeten wir uns in einem Café.

Ich habe dann alles mögliche an Unterlagen, Kontoauszügen und so mitgebracht, denn ich ging davon aus, dass sie mich ein wenig unter die Lupe nehmen will. Am Ende war ich dann aufgeregter als bei meinen Vorstellungsgesprächen. Das Gespräch verlief dann aber doch völlig anders, als erwartet. Von den Unterlagen wollte Melanie nichts sehen und wir unterhielten uns einfach allgemein über Hobbys und belanglose Dinge.

Dann sagte sie, dass sie mir das Zimmer gern geben möchte, aber dass sie es versteht, wenn ich ablehne. Damit hat sie mich zum zweiten Mal an diesem Tag irritiert, denn wir verstanden uns gut und ich war schließlich gekommen, weil ich interessiert war.

Das sagte ich ihr auch, aber sie nickte und sagte, dass ich noch nicht alles wüsste. Ich würde nämlich mit einer Prostituierten zusammenleben. Ich dachte, sie scherzt und habe gelacht, aber sie sagte, dass es wirklich so wäre. Das verstand ich nicht, denn es war immer die Rede davon gewesen, dass es sich um einer Zweier-WG handeln würde. Darauf sagte sie, natürlich, denn sie selbst sei diese Prostituierte. An dieser Stelle geriet mein Weltbild ein wenig aus den Fugen, denn irgendwie hatte ich mir Huren immer anders vorgestellt, als wandelnde Klischees sozusagen, nach billigem Parfum riechend, überschminkt und ordinär gekleidet.

Sie sagte, dass sie das Zimmer gern langfristig vermieten möchte und das ich deshalb erst eine Nacht drüber schlafen soll und dann ganz ehrlich sagen soll, ob ich einziehen will. Das war gut so, denn irgendwie war es völlig seltsam – man sieht Huren fast täglich und ich bin auch nicht gegen Prostitution oder so, aber man spricht nie mit ihnen oder nimmt sie als ganz normale Menschen wahr. Im Geiste bin ich dann die Wohnung noch ein paar Mal durchgegangen und habe nach Spuren gesucht, Kondome im Papierkorb, Gleitcreme im Badezimmer, aber ich konnte mich an nichts dergleichen erinnern.

Deshalb fiel meine Entscheidung pro Melanie, aber einige Dinge wollte ich doch geklärt wissen. Zum Beispiel wäre es für mich ein Alptraum, wenn sich so ein Freier nachts im Zimmer irrt und bei mir landet oder wenn im Wohnzimmer eine Orgie stattfindet oder wenn meine Eltern mich besuchen und damit konfrontiert werden. Aber sie versicherte mir, dass sie nie zuhause arbeitet, sondern lediglich Hausbesuche macht oder auf die Straße geht. Und im Haus wäre sie nur als Nachbarin bekannt, nicht als Prostituierte.

Das alles überzeugte mich, auch wenn ich natürlich skeptisch war und gerade in der Anfangszeit auf alle möglichen Kleinigkeiten achtete. Aber sie hatte nicht gelogen und wir verstanden uns immer besser. Nach einiger Zeit wusste Melanie so die Dinge, die eine Kassiererin im Supermarkt zu beachten hat und ich bekam einen Einblick in die Rotlichtwelt. Wahrscheinlich hatte ich damit die interessanteren Erkenntnisse bekommen. Dass Melanie auf die Straße ging, fand ich extrem leichtsinnig und ich habe oft versucht, sie davon abzubringen, vor allem, weil ich es auch nicht verstehen konnte. Schließlich sind die Freier dort unangenehmer, zahlen weniger und es ist sicher nicht erstrebenswert, nachts allein in dunklen Gassen unterwegs zu sein. Aber irgendwie hat sie es erst nach einigen Jahren eingesehen und ich bin wirklich froh darüber, denn mittlerweile ist sie eine meiner besten Freundinnen und auch, wenn ich das nie tun könnte, habe ich ihren Beruf akzeptiert und finde ihn in Ordnung.

Neues vom Streetgirl

Der Alltag eines Freudenmädchens

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Zuletzt aktualisiert: 3. Jul, 19:37

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