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Mittwoch, 25. November 2009

Tipp

Wenn Du dir ein Mädchen bestellst, dann ist es super, wenn Du dich vorher wäschst und pflegst - dieser gute Eindruck wird aber rasend schnell zunichte gemacht, wenn Du vergisst, dir auch die Zähne zu putzen. Mundgeruch und gelbe Zähne können die Atmosphäre ganz erheblich belasten.

Nur mal so eine Anmerkung.

Donnerstag, 12. November 2009

Kundendienst

Manchmal bin ich ja auch Kundin statt Dienstleisterin und dabei geht dann auch mal etwas schief. Wie bei diesem Onlineshop, wo man mir einen falschen Artikel geschickt hat. Alles kein Problem, wird umgetauscht und Fehler können passieren. Der Kundendienst schickte mir dann auch noch eine mail, nur der letzte Satz machte mich irgendwie stutzig:

Bitte bedauern Sie unser Versehen.

Ähm. Okay, mach ich.

Donnerstag, 5. November 2009

Vergangenes

Der Kunde war sehr sympathisch. Wo hat man das noch, ein älterer Herr, der wirkliche Manieren hat und bei dem man als Frau gar nicht anders kann, als sich willkommen und geschätzt zu fühlen? Viele verwechseln so etwas ja mit Getue, welches galant sein soll, aber meist aufgesetzt ist und fast lächerlich wirkt. Es sind statt dessen Kleinigkeiten, die demjenigen überhaupt nicht bewusst sind. Mit anderen Worten, ich fühlte mich wohl und trotz seines Alters war er auch ohne Viagra in der Lage alles Wesentliche durchzuführen.

Ebenso gepflegt wie seine Manieren war auch sein Körper, der bis auf eine alte Tätowierung und abgesehen von altersbedingten Erscheinungen gut in Schuss war.

So waren wir also fröhlich bei der Sache und wie um das zu bestätigen, summte er eine leise Melodie rhytmisch dazu. Sie kam mir vage vertraut vor und nichts hasse ich mehr, als ewig zu grübeln und dieses Wissen hauchdünn vor mir zu haben, aber nicht packen zu können.

Doch dann kam die Erkenntnis endlich und die Sympathiewerte des Herren rutschten deutlich ab. Die Melodie war das Horst-Wessel-Lied und die Tätowierung konnte ich nun auch einordnen, denn altdeutsche Schriftzeichen einige Zentimeter über dem linken Ellbogen sind wohl die berüchtigte Blutgruppentätowierung, an der man die Mitglieder der SS erkennen konnte.

Nun ja. Es war sicher nicht der erste Altnazi, den ich bediente und nur zu gern will ich glauben, dass er heute eine andere Gesinnung hat und diese Melodie nur aus Gewohnheit summte. Aber wer weiß schon, wie es in seinem Gegenüber aussieht?

Samstag, 26. September 2009

Zu ruhig

Ich will mal die Stille hier unterbrechen. Mein Urlaub ist längst wieder dem Alltag gewichen - die große Reise habe ich nicht gemacht, aber dafür relaxt, Freunde besucht und auch alte Plätze, die ich länger nicht mehr gesehen habe. Insgesamt habe ich diese Auszeit wirklich gebraucht und bin wieder fitter und nervlich belastbarer.

Eigentlich wollte ich ja schon eher was posten und dachte, na, irgendein skurriler Kunde wird dich schon zu sich bestellen oder so. Aber nichts - nur ganz gewöhnliche Termine, weder in positiver noch in negativer Hinsicht hinausragend und es waren auch nur alltägliche Leistungen gefragt. Tja und dann hatte ich doch ein ziemlich bloggenswertes, weil abstruses Erlebnis - aber leider ist die Person prominent und da geht die Diskretion absolut vor.

Deshalb dieser kleine, nichtssagende Eintrag hier. Sobald ich wieder etwas zu berichten habe, werde ich es umgehend tun.

Dienstag, 15. September 2009

Links 4

Lauras teures Studium

Teenager-Prostitution in der Schweiz weiter legal

Priester arbeitete als Zuhälter

Bonner Hausfrauen jagen Huren und Freier

Zuhälter der eigenen Tochter

Links 3

Landbordelle in Spanien

Sex auf offenener Straße

Aufreizende Schaufensterpuppen in Worms

Rene, Stricher aus München

Mama schafft an

Interview mit "Seelenficker"-Autorin Natascha

Strichcode Heidi

Boomende Prostitution an der B5

Ukraine: Schlammringen gegen Sextourismus

Mittwoch, 26. August 2009

Manchmal

Ich bin ein Profi. Egal wie es mir geht, der Kunde bezahlt, ist König und hat Anspruch auf die Dienstleistung, die ich ihm angeboten habe. Ob ich da jetzt Kopfschmerzen habe oder am Morgen einen Streit mit der Verkäuferin beim Bäcker hatte, ist egal. Meinem Lächeln sieht man schwer an, wenn es gefakt ist und mangelnde Einsatzfreude muss auch niemand beklagen.

Ein-, zweimal im Jahr aber ist das anders. Da bin ich ein ängstliches kleines Mädchen, sensibel und verletzlich. Schon ein böser Blick kann mich dazu bringen, mich zu verkriechen und mit der Welt nichts mehr zu tun haben zu wollen. An solchen Tagen jemand im wahrsten Sinne des Wortes in mich lassen? Undenkbar. Schon der Gedanke bedeutet Abscheu. Ganz gleich, ob es ein mäßig gepflegter Gelegenheitsfreier ist oder Prinz Charming, der meiner Mitbewohnerin trotz abgehackter Ferse nicht abnimmt, dass der gläserne Schuh der ihrige sei. Schließlich sind nur meine Füße so anmutig und graziös (andererseits sollte ein Mann mehr als einen Fuß-Fetischismus zu bieten haben, damit es etwas werden soll mit uns).

Jedenfalls nehme ich mir an diesen Tagen die Freiheit, nur mir ganz allein zu gehören. Auch dadurch habe ich dann später im Alltag die Kraft, unangenehme Situationen lächelnd zu meistern. Weil ich immer weiß, am nächsten Tag kann ich das Handy abstellen und nur für mich da sein. Die meisten in meinem Beruf können das nicht. Und deshalb wundere ich mich auch nicht, wenn ich sehe, wie schnell viele daran kaputtgehen.

Ich habe seit gestern eine Auszeit, und zwar bis zum 6. September. Vielleicht fahre ich spontan weg, vielleicht liege ich auch nur den ganzen Tag auf dem Balkon. Ich plane nichts.

Freitag, 14. August 2009

Musisch begabt

Im Laufe der Jahre wurden mir schon so einige Fragen am Telefon gestellt und da etwas Smalltalk meistens dazu gehört, war es auch nicht das erste Mal, dass man mich fragte, ob ich ein Instrument spiele. Ja, tue ich - Blockflöte.

Ich weiß, dass es wie ein blöder Scherz klingt, aber es entspricht dummerweise der Wahrheit.

Was allerdings eine Premiere war, war die Tatsache, dass ich aufgefordert wurde, das Instrument mitzubringen. Gut, dass ich nicht Klavier gesagt habe, dachte ich mir und nahm die Flöte mit.

Und in der Tat forderte der ältere Herr auf, zunächst etwas zu musizieren. Er erklärte mir, dass er Musiklehrer im Ruhestand sei und die Theorie habe, dass musisch begabte Menschen ein viel besseres Feingefühl haben und man dies dann auch im Bett merken würde. Naja, meinetwegen. Der Kunde ist König und vielleicht ist ja auch was dran.

"Und nachdem wir das jetzt geklärt haben, lass uns endlich ordentlich ficken gehen!" forderte er dann energisch auf. Dem war nichts hinzuzufügen und der Rest Routine.

Donnerstag, 6. August 2009

Spezielles

Eine Anruferin. Das ist nicht so selten, kommt aber auch nicht jeden Tag vor. Wie stets baute sich mir beim Hören der Stimme ein geistiges Bild auf. Das ist nicht immer richtig, aber es ist ein Automatismus, den ich auch nicht schlecht finde, denn so kann ich das Gespräch führen, als würde ich der Person ins Gesicht schauen.

In diesem Fall sah ich eine Frau mittleren Alters vor mir, nicht unfreundlich, aber auch keine typische Konsumentin käuflichen Sexes. Sie wollte aber auch nichts für sich selbst, auch nicht für ihren Mann, sondern für ihren Sohn. Ob ich auch spezielles mache, fragte sie. Tja, da versteht ja nun jeder was anderes darunter. Sie meinte nichts, was gemeinhin als pervers bezeichnet wird, sondern wollte wissen, ob ich meine Dienste auch Behinderten anbiete. Das erklärte dann auch, warum eine Mutter für ihren Sohn anruft, wobei der das doch eigentlich hinbekommen sollte... Ich mache so etwas nicht oft, aber gegen einen moderaten Aufpreis ist das durchaus möglich. Das sagte ich ihr und wir vereinbarten einen Termin für den Abend.

Da erschien ich dann und die Mutter empfing mich. Mein geistiges Bild war fast korrekt, stellte ich zu meiner Befriedigung fest, sie hatte nur einige graue Haare und war ein wenig fülliger. Sie bat mich hinein und schob mir etwas verlegen ein Kuvert hin. Damit war das Finanzielle erledigt und ich erwartete, dass sie mir sagte, wo ihr Sohn zu finden ist, doch sie wollte zunächst mit mir reden. Und das war nötig, denn dieser saß keineswegs im Rollstuhl, wie ich angenommen hatte, sondern war geistig zurückgeblieben.

Ganz ehrlich, hätte sie das gesagt bzw. hätte ich daran gedacht, nachzufragen, ich hätte es abgelehnt. So etwas ist in der Tat sehr speziell und ich weiß nie, wie ich mich gegenüber solchen Menschen verhalten soll.

Naja, sie spürte das wohl und bat mich inständig, nicht gleich wieder zu gehen, sondern ihm erst einmal Hallo zu sagen, er wäre wirklich überhaupt nicht aggressiv. 37 Jahre war er alt und hatte erst einmal Sex, obwohl er in dieser Beziehung ganz normal entwickelt wäre.

Okay, wo ich einmal da war und sie so eindringlich sprach, ging ich schließlich nach nebenan. Man sah ihm die Behinderung an, es ist dieser Gesichtsausdruck, den man nicht beschreiben kann, aber sofort erkennt. Er lallte ein wenig beim Sprechen, aber man konnte ihn verstehen und einen gefährlichen Eindruck machte er wirklich nicht (obwohl man oft hört, wie unberechenbar solche Menschen sein können). Aber ich bin in meinem Leben und Beruf schon weitaus größere Risiken eingegangen und so machte ich mich frei und sofort fing er an zu strahlen. Was danach kam, war unspektakulär. Er war fast zu sanft und vorsichtig, während ich mich nicht richtig entspannen konnte. Dennoch lief alles gut und auch der Abschluss stellte ihn sichtbar zufrieden.

Beim Abschied bedankte sich die Mutter wortreich und ich will nicht wissen, wie viele Absagen sie schon erhalten hatte zuvor. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob ich beim nächsten Mal wieder zusage. Es ist eben etwas Spezielles.

Neues vom Streetgirl

Der Alltag eines Freudenmädchens

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