Montag, 24. September 2007

Blut

Bei Björn habe ich gerade einen Beitrag über ein unangenehmes Erlebnis mit Blut gelesen.

Dabei erinnerte ich mich an etwas, was ich vor drei Jahren erlebt habe (kurz geisterte die Idee einer Blogparade zu dem Thema durch mein Hirn, aber...weiß nicht):

Ich war mit einem Freier im Auto intim, nichts Ungewöhnliches passierte. Als ich mich anziehen wollte, bemerkte ich ein klebriges Gefühl an den Beinen. Als ich nachsah, stellte ich fest, dass es Blut war. Mir tat nichts weh, also sprach ich ihn drauf an. Und tatsächlich hatte er sich im Eifer des Gefechts einen Schnitt von etwa 3cm Länge im Oberschenkel zugezogen, aber den Schmerz wohl ausgeblendet, weil andere Eindrücke stärker waren. Da meine Beine komplett eingesaut waren, konnte ich so schlecht weiterarbeiten und glücklicherweise war es ein Vertreter der netten Sorte, der mir anbot, mich zuhause abzusetzen, bevor er zum Arzt ging. (Natürlich ließ ich mich ein paar Straßen weiter absetzen, kein Freier braucht meine Adresse zu kennen, aber besser als die komplette Strecke so zurücklegen zu müssen.)

Nach Dusche und Entsorgung von Strumpfhose und Slip kontrollierte ich mich und glücklicherweise war kein Kratzer oder ähnliches festzustellen, so dass es wirklich nur äußerlich war.

Ich kann viele Körperflüssigkeiten ab, aber bei Blut ist die Grenze überschritten.

Anette

Mit 11 Jahren wollte sie mit ihrer Familie in den Badeurlaub fahren. Ihr Onkel schenkte ihr dafür einen neuen Bikini, den sie gleich anprobierte. "Da ist eine Falte", sagte er, und rückte das Oberteil etwas zurecht. Das kitzelte und sie lachte. "Macht das Spaß?", fragte er. Sie nickte.
Er kitzelte sie noch etwas mehr und schob seine Hand unter das Oberteil. Sie lachte, weil es kitzelte, aber fühlte sich unwohl. Doch er lachte ebenfalls und als er fragte, wie das sei, nickte sie wieder. "Lustig."
Das nahm er zum Anlass, sie am ganzen Körper durchzukitzeln und ihr dabei zufällig beide Bikiniteile auszuziehen.
Sie sagte, sie will das nicht, doch er ging nicht darauf ein. "Magst du es nicht mehr, wenn ich dich etwas kitzle?" Doch, natürlich, aber... "Na siehst du."
Es war ihr letzter Einwand. Drei Monate später war sie keine Jungfrau mehr, fünf Jahre später lief sie weg von dem Onkel und den Eltern, denen sie sich nie anvertrauen konnte.
Seit drei Jahren schafft sie an und solange kenne ich sie. Heute haben wir erstmals richtig miteinander gesprochen und sie hat mir ihre Geschichte erzählt.
Sie weiß von dem Blog und ist einverstanden, dass ich diesen Beitrag schreibe.

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Der Alltag eines Freudenmädchens

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