Professionalität
Ich arbeite professionell. Kurz gesagt bedeutet das in meinen Augen, dass ich eine Dienstleistung erbringe, die ein gleichbleibendes Niveau hat und dafür eine entsprechende Vergütung verlange.
Meist klappt das ganz gut, doch natürlich gibt es auch immer wieder Fälle, wo das ein oder andere nicht auf Anhieb passt. Entweder es gibt den Versuch, den Preis zu drücken oder Dinge zu bekommen, die nicht vereinbart waren und die ich teilweise prinzipiell nicht mache (Verzicht auf das Kondom ist natürlich und erschreckenderweise ziemlich weit oben dabei).
Tja und dann gibt es noch den selteneres Fall, dass ich Probleme habe, die Dienstleistung ordentlich zu erbringen.
So war es gestern. Der Mann war gepflegt, freundlich, sah gut aus und wollte nur das Standardprogramm. An der Atmosphäre gab es auch nichts auszusetzen. Und dennoch: Irgend etwas in mir wollte dem Herren einfach nicht näher kommen. Der Termin dauerte eine Stunde und es waren 3600 endlos gedehnte Sekunden, während denen ich mich in jeder einzelnen neu überwinden musste.
So etwas erlebe ich sehr selten und mir fällt noch immer kein Grund ein, woher diese Aversion gegen ihn kam. Trotzdem kam ein Absagen des Termins für mich nicht in Frage und ich glaube auch nicht, dass er etwas von meinem Widerwillen bemerkt hat. Doch auf das sonst obligatorische Überreichen meines Visitenkärtchens bei der Verabschiedung habe ich diesmal verzichtet.
Meist klappt das ganz gut, doch natürlich gibt es auch immer wieder Fälle, wo das ein oder andere nicht auf Anhieb passt. Entweder es gibt den Versuch, den Preis zu drücken oder Dinge zu bekommen, die nicht vereinbart waren und die ich teilweise prinzipiell nicht mache (Verzicht auf das Kondom ist natürlich und erschreckenderweise ziemlich weit oben dabei).
Tja und dann gibt es noch den selteneres Fall, dass ich Probleme habe, die Dienstleistung ordentlich zu erbringen.
So war es gestern. Der Mann war gepflegt, freundlich, sah gut aus und wollte nur das Standardprogramm. An der Atmosphäre gab es auch nichts auszusetzen. Und dennoch: Irgend etwas in mir wollte dem Herren einfach nicht näher kommen. Der Termin dauerte eine Stunde und es waren 3600 endlos gedehnte Sekunden, während denen ich mich in jeder einzelnen neu überwinden musste.
So etwas erlebe ich sehr selten und mir fällt noch immer kein Grund ein, woher diese Aversion gegen ihn kam. Trotzdem kam ein Absagen des Termins für mich nicht in Frage und ich glaube auch nicht, dass er etwas von meinem Widerwillen bemerkt hat. Doch auf das sonst obligatorische Überreichen meines Visitenkärtchens bei der Verabschiedung habe ich diesmal verzichtet.
melanie_83 - 25. Apr, 11:03
16 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Louffi - 25. Apr, 11:29
Ja, das gibt es - die Wellenlänge stimmt einfach nicht. Der andere Mensch ist höflich, freundlich und es gibt vom Kopf her nichts auszusetzen - und trotzdem hat man vom Bauchgefühl her eine Abneigung. Und wenn das im beruflichen Umfeld passiert - in welchem auch immer - hilft nichts weiter, als mit freundlichem Lächeln durch und froh sein, wenn der Termin rum ist.
Man in Metropolis (anonym) - 25. Apr, 13:35
Und da Du vertragsfreiheit bei Deinen "Partnern" hast... dürfte das Thema ja damit abgehakt sein. :P
Mathias (anonym) - 25. Apr, 13:39
Hmm, die falschen Pheromone vielleicht? Sowas gibts einfach. Objektiv ist nichts auszusetzen, zumindest nichts, was augenfällig wäre und trotzdem will es (zwischen-)menschlich nicht klappen.
Charlie (anonym) - 25. Apr, 15:22
"näher kommen"
Komisch, ich dachte du gehst die Sache recht distanziert an und musst deinem Kunden nicht näherkommen um deine "Dienstleistung" zu erbringen. Oder habe ich dich da bisher flasch gelesen?
tanja (anonym) - 25. Apr, 18:12
sie muss doch näher kommen, sonst kann sie ihre Dienstleistung nicht vollbringen.
Riffer - 25. Apr, 20:35
Ich denke mal, hier ist nur das rein körperliche Näherkommen gemeint und nicht das seelische.
Und auch z.B. eine Friseuse dürfte ihre Probleme damit haben, wenn sie den Kunden vor ihr nicht 'riechen ' kann. Und die kommt dem Kunden definitiv nicht auf Hautfühlung nahe ;)
Und auch z.B. eine Friseuse dürfte ihre Probleme damit haben, wenn sie den Kunden vor ihr nicht 'riechen ' kann. Und die kommt dem Kunden definitiv nicht auf Hautfühlung nahe ;)
picard (anonym) - 26. Apr, 15:07
oder hat es was mit dem uhrinstinkt des überlebens zu tun?
Frido (anonym) - 26. Apr, 18:49
Da bleibt eigentlich nur eine Frage: Sommer- oder Wintermodus?
Elax (anonym) - 26. Apr, 22:41
Also ich dachte auch zuerst, dass du ihn wohl nicht "riechen" konntest. Und das meine ich wörtlich, denn wir nehmen unbewusst den individuellen Geruch der Person gegenüber auf und entscheiden auch unbewusst, ob diese uns sympathisch ist oder nicht. Tja, da hilft echt nur "Augen zu und durch".
lg elax
lg elax
virtualmono - 27. Apr, 19:52
Nicht eher "Nase zu und durch"?
aga80 (anonym) - 27. Apr, 16:40
Ich bin in einer anderen Dienstleistungs Brange tätig , aber manchmal gibt es einfach Leute, mit dehnen man nicht klarkommt, weil irgendwo keine Sypatie aufkommt , da ist es besser die Kunden an Kollegen/innen zu verweisen .
Tom (anonym) - 28. Apr, 00:11
Kärtchen
Was steht denn auf deinem Kärtchen? Sonst gibt man da ja immer den Beruf mit an, aber hier wäre das ja riskant.
Riffer - 28. Apr, 09:48
Wieso wäre das Riskant?
Prostitution in Deutschland ist nicht strafbar.
Prostitution in Deutschland ist nicht strafbar.
melanie_83 - 28. Apr, 13:00
Die Kärtchen sind natürlich diskret, denn die Ehefrau liest mit :-) Details nenne ich aus ebendiesem Grunde hier nicht.
ThinkTread (anonym) - 28. Apr, 12:10
Profe
Wenn es nicht rüberkommen will, naja was solls, erzwingen kann man sowieso nichts. Hoffentlich hat der gute Mann nichts mitgebekommen dabei. Aber was ist los, wenn er doch wider erwarten nächste Woche auf der Matte steht?
Nina (anonym) - 30. Apr, 13:54
Professionalität ist wirklich wichtig in diesem Bereich und auch das Visitenkärtchen nach einem Termin mal nicht zu überreichen zeigt von Professionalität...man muss ja nicht alles nehmen.



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