Spezielles
Eine Anruferin. Das ist nicht so selten, kommt aber auch nicht jeden Tag vor. Wie stets baute sich mir beim Hören der Stimme ein geistiges Bild auf. Das ist nicht immer richtig, aber es ist ein Automatismus, den ich auch nicht schlecht finde, denn so kann ich das Gespräch führen, als würde ich der Person ins Gesicht schauen.
In diesem Fall sah ich eine Frau mittleren Alters vor mir, nicht unfreundlich, aber auch keine typische Konsumentin käuflichen Sexes. Sie wollte aber auch nichts für sich selbst, auch nicht für ihren Mann, sondern für ihren Sohn. Ob ich auch spezielles mache, fragte sie. Tja, da versteht ja nun jeder was anderes darunter. Sie meinte nichts, was gemeinhin als pervers bezeichnet wird, sondern wollte wissen, ob ich meine Dienste auch Behinderten anbiete. Das erklärte dann auch, warum eine Mutter für ihren Sohn anruft, wobei der das doch eigentlich hinbekommen sollte... Ich mache so etwas nicht oft, aber gegen einen moderaten Aufpreis ist das durchaus möglich. Das sagte ich ihr und wir vereinbarten einen Termin für den Abend.
Da erschien ich dann und die Mutter empfing mich. Mein geistiges Bild war fast korrekt, stellte ich zu meiner Befriedigung fest, sie hatte nur einige graue Haare und war ein wenig fülliger. Sie bat mich hinein und schob mir etwas verlegen ein Kuvert hin. Damit war das Finanzielle erledigt und ich erwartete, dass sie mir sagte, wo ihr Sohn zu finden ist, doch sie wollte zunächst mit mir reden. Und das war nötig, denn dieser saß keineswegs im Rollstuhl, wie ich angenommen hatte, sondern war geistig zurückgeblieben.
Ganz ehrlich, hätte sie das gesagt bzw. hätte ich daran gedacht, nachzufragen, ich hätte es abgelehnt. So etwas ist in der Tat sehr speziell und ich weiß nie, wie ich mich gegenüber solchen Menschen verhalten soll.
Naja, sie spürte das wohl und bat mich inständig, nicht gleich wieder zu gehen, sondern ihm erst einmal Hallo zu sagen, er wäre wirklich überhaupt nicht aggressiv. 37 Jahre war er alt und hatte erst einmal Sex, obwohl er in dieser Beziehung ganz normal entwickelt wäre.
Okay, wo ich einmal da war und sie so eindringlich sprach, ging ich schließlich nach nebenan. Man sah ihm die Behinderung an, es ist dieser Gesichtsausdruck, den man nicht beschreiben kann, aber sofort erkennt. Er lallte ein wenig beim Sprechen, aber man konnte ihn verstehen und einen gefährlichen Eindruck machte er wirklich nicht (obwohl man oft hört, wie unberechenbar solche Menschen sein können). Aber ich bin in meinem Leben und Beruf schon weitaus größere Risiken eingegangen und so machte ich mich frei und sofort fing er an zu strahlen. Was danach kam, war unspektakulär. Er war fast zu sanft und vorsichtig, während ich mich nicht richtig entspannen konnte. Dennoch lief alles gut und auch der Abschluss stellte ihn sichtbar zufrieden.
Beim Abschied bedankte sich die Mutter wortreich und ich will nicht wissen, wie viele Absagen sie schon erhalten hatte zuvor. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob ich beim nächsten Mal wieder zusage. Es ist eben etwas Spezielles.
In diesem Fall sah ich eine Frau mittleren Alters vor mir, nicht unfreundlich, aber auch keine typische Konsumentin käuflichen Sexes. Sie wollte aber auch nichts für sich selbst, auch nicht für ihren Mann, sondern für ihren Sohn. Ob ich auch spezielles mache, fragte sie. Tja, da versteht ja nun jeder was anderes darunter. Sie meinte nichts, was gemeinhin als pervers bezeichnet wird, sondern wollte wissen, ob ich meine Dienste auch Behinderten anbiete. Das erklärte dann auch, warum eine Mutter für ihren Sohn anruft, wobei der das doch eigentlich hinbekommen sollte... Ich mache so etwas nicht oft, aber gegen einen moderaten Aufpreis ist das durchaus möglich. Das sagte ich ihr und wir vereinbarten einen Termin für den Abend.
Da erschien ich dann und die Mutter empfing mich. Mein geistiges Bild war fast korrekt, stellte ich zu meiner Befriedigung fest, sie hatte nur einige graue Haare und war ein wenig fülliger. Sie bat mich hinein und schob mir etwas verlegen ein Kuvert hin. Damit war das Finanzielle erledigt und ich erwartete, dass sie mir sagte, wo ihr Sohn zu finden ist, doch sie wollte zunächst mit mir reden. Und das war nötig, denn dieser saß keineswegs im Rollstuhl, wie ich angenommen hatte, sondern war geistig zurückgeblieben.
Ganz ehrlich, hätte sie das gesagt bzw. hätte ich daran gedacht, nachzufragen, ich hätte es abgelehnt. So etwas ist in der Tat sehr speziell und ich weiß nie, wie ich mich gegenüber solchen Menschen verhalten soll.
Naja, sie spürte das wohl und bat mich inständig, nicht gleich wieder zu gehen, sondern ihm erst einmal Hallo zu sagen, er wäre wirklich überhaupt nicht aggressiv. 37 Jahre war er alt und hatte erst einmal Sex, obwohl er in dieser Beziehung ganz normal entwickelt wäre.
Okay, wo ich einmal da war und sie so eindringlich sprach, ging ich schließlich nach nebenan. Man sah ihm die Behinderung an, es ist dieser Gesichtsausdruck, den man nicht beschreiben kann, aber sofort erkennt. Er lallte ein wenig beim Sprechen, aber man konnte ihn verstehen und einen gefährlichen Eindruck machte er wirklich nicht (obwohl man oft hört, wie unberechenbar solche Menschen sein können). Aber ich bin in meinem Leben und Beruf schon weitaus größere Risiken eingegangen und so machte ich mich frei und sofort fing er an zu strahlen. Was danach kam, war unspektakulär. Er war fast zu sanft und vorsichtig, während ich mich nicht richtig entspannen konnte. Dennoch lief alles gut und auch der Abschluss stellte ihn sichtbar zufrieden.
Beim Abschied bedankte sich die Mutter wortreich und ich will nicht wissen, wie viele Absagen sie schon erhalten hatte zuvor. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob ich beim nächsten Mal wieder zusage. Es ist eben etwas Spezielles.
melanie_83 - 6. Aug, 23:53
38 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
agathos (Gast) - 7. Aug, 05:02
"Ich mache so etwas nicht oft, aber gegen einen moderaten Aufpreis ist das durchaus möglich."
Weswegen denn der moderate Aufpreis? Ist bei Behinderten ein tieferer Griff ins handwerkliche Arsenal nötig?
Mußt du hier etwas bestimmtes anbieten, was die schon so weitgespannten Ansprüche der Normalos nicht beinhalten?
Weswegen denn der moderate Aufpreis? Ist bei Behinderten ein tieferer Griff ins handwerkliche Arsenal nötig?
Mußt du hier etwas bestimmtes anbieten, was die schon so weitgespannten Ansprüche der Normalos nicht beinhalten?
Pablo (Gast) - 7. Aug, 07:43
Ich lese nun schon einige Monate bei dir mit - dein Blog gefällt mir sehr gut. Du bist ein guter Mensch ...
Hannes (Gast) - 7. Aug, 07:50
Das hat wohl eher etwas mit der überwindung von ekel zu tun.
Wenn unsereins schon wegsieht, wenn man so einen behinderten sieht, den dann auch noch anzufassen... brrr
Wenn unsereins schon wegsieht, wenn man so einen behinderten sieht, den dann auch noch anzufassen... brrr
konrad (Gast) - 7. Aug, 09:10
eigentlich logisch...
Melanie deutete doch an, dass sie ein erhöhtes Risiko für möglich hält.
Jacky (Gast) - 14. Aug, 15:45
Ich denke auch, dass vielmehr das Risiko eine Rolle bei dem Aufpreis spielte. Mimik und Körpersprache sind bei Geistigbehinderten ja doch oft schwieriger zu lesen. Ich denke das vor allem ein sexueller Reiz eine unerwartete Reaktion hervorrufen kann. Und ein Geistigbehinderter verfügt ja über die gleichen physischen Kräfte wie ein gesunder Mensch. Ich will sagen, der Aufpreis ist berechtigt.
agathos (Gast) - 14. Aug, 18:49
Der erwähnte übliche Aufpreis bezog sich aber noch auf die Annahme Melanies, der Kunde sei körperbehindert. Und darauf bezog sich meine Nachfrage.
Bei geistig Behinderten, die man nicht kennt, halte ich eine Liebesdienstleistung für so heikel, in der Wirkung kaum abschätzbar, daß ich mich frage, ob das Risiko (für beide Beteiligten u. gleich zu welchem Aufpreis) überhaupt eingegangen werden sollte.
(Also vielleicht erst nach Absprache mit einem Betreuer u. nach gewisser Vorlaufzeit des Kennenlernens.)
Bei geistig Behinderten, die man nicht kennt, halte ich eine Liebesdienstleistung für so heikel, in der Wirkung kaum abschätzbar, daß ich mich frage, ob das Risiko (für beide Beteiligten u. gleich zu welchem Aufpreis) überhaupt eingegangen werden sollte.
(Also vielleicht erst nach Absprache mit einem Betreuer u. nach gewisser Vorlaufzeit des Kennenlernens.)
melanie_83 - 14. Aug, 19:25
Kein üblicher, sondern ein moderater Aufpreis, das ist durchaus ein Unterschied. Und der ist durchaus angebracht, denn beim Sex mit einem Körperbehinderten hat man im allgemeinen schon etwas mehr zu tun als bei einem Nichtbehinderten. Diesen Aufpreis nenne ich auch ganz klar und er ist wirklich moderat, nämlich ca. zehn Prozent.
WingedSweetness - 7. Aug, 08:09
Ich glaube nicht, dass es speziell um "Ekel" geht. Die meisten Menschen im Rollstuhl sind sehr gepflegt und obendrein sehr nett.
Der Aufpreis resultiert wohl eher daraus, dass es halt doch keine 08/15-Nummer ist.
Mit einem geistig Behinderten wäre mir allerdings auch mulmig, an ihrer Stelle. Das ist schon irgendwie schwieriger... Stell dir allein mal vor, er hätte sich nicht "ausgekannt"...
Der Aufpreis resultiert wohl eher daraus, dass es halt doch keine 08/15-Nummer ist.
Mit einem geistig Behinderten wäre mir allerdings auch mulmig, an ihrer Stelle. Das ist schon irgendwie schwieriger... Stell dir allein mal vor, er hätte sich nicht "ausgekannt"...
Nicolai (Gast) - 7. Aug, 10:03
Ich fand dein Verhalten gut. Ob der Aufpreis in Ordnung war ist eine andere Geschichte. Es käme darauf an, wodurch er gerechtfertigt wird.
Sexualität und Menschen mit Behinderungen oder auch Kranke oder Alte ist sowieso ein Thema, das dringend behandelt gehört. Vielerorts ist es einfach nicht vorgesehen, das Menschen Sex haben.
Sexualität und Menschen mit Behinderungen oder auch Kranke oder Alte ist sowieso ein Thema, das dringend behandelt gehört. Vielerorts ist es einfach nicht vorgesehen, das Menschen Sex haben.
Frau Ährenwort (Gast) - 7. Aug, 11:13
Also ich finde das gut. Solche Menschen brauchen doch auch ein bisschen körperliche Liebe, aber ich könnte sowas nicht. Also Hut ab!
Mathias (Gast) - 7. Aug, 11:49
Ich teile zwar deine Bedenken nicht, wegen der Unberechenbarkeit und der Gefahr die von geistig Behinderten ausgehen soll. Aber dennoch kann ich dein Unbehagen verstehen und finde es ganz prima, dass Du das gemacht hast. Da sieht man mal, dass eine Prostituierte eben mehr ist, als die gängigen Vorurteile besagen. Das kann auch etwas therapeutisches haben und wie in diesem Fall, einen Menschen sicher sehr glücklich machen.
Judy (Gast) - 7. Aug, 11:52
Ich schließe mich Frau Ährenwort an. Genau so :)
Andreas (Gast) - 7. Aug, 13:18
Dito! Meine absolute Hochachtung!
Stuttgarter (Gast) - 7. Aug, 14:58
In manchen Großstädten gibt es aber auch Prostituierte, die sich auf Behinderte spezialisiert haben, ich habe hier mal ein Interview mit der Dame gelesen. Die hatte ein paar Semester Sozialpädagogik auf dem Buckel und eine Ausbildung als Krankenpflegerin. Ich weiß nicht, ob das Voraussetzung ist, um unverkrampft an die Sache heran zu gehen, ihr hat es jedenfalls bei der Arbeit geholfen...
pinocchio (Gast) - 7. Aug, 19:56
Warum?
Also an diesem Beitrag verstehe ich einiges nicht.
Zum Einen stört mich, dass Melanie einen geistig behinderten Menschen sogleich als potentiell gefährlich einstuft. Sogar nachdem das Gegenteil bewiesen ist, scheint sie nicht vom Gegenteil überzeugt - warum?
Außerdem: Melanie hat viel erlebt und vieles war nicht angenehm, manches sogar gefährlich. Warum also nicht diesem Mann etwas Gutes tun und noch dazu besser verdienen, als bei einem "normalen" Job. Und was die "Gefahr" betrifft: Der Mann ist 37 und wir im Haus seiner Mutter von eben dieser betreut. Selbst WENN er ausrasten sollte ist jemand da, der eingreifen kann. Zu wildfremden, oftmals angeheiterten Männern in's Auto zu steigen erachte ich als weitaus gefährlicher! Und wenn Melanie "normale" Männer in deren Wohnung besucht ist kein Aufpasser da...
Zum Einen stört mich, dass Melanie einen geistig behinderten Menschen sogleich als potentiell gefährlich einstuft. Sogar nachdem das Gegenteil bewiesen ist, scheint sie nicht vom Gegenteil überzeugt - warum?
Außerdem: Melanie hat viel erlebt und vieles war nicht angenehm, manches sogar gefährlich. Warum also nicht diesem Mann etwas Gutes tun und noch dazu besser verdienen, als bei einem "normalen" Job. Und was die "Gefahr" betrifft: Der Mann ist 37 und wir im Haus seiner Mutter von eben dieser betreut. Selbst WENN er ausrasten sollte ist jemand da, der eingreifen kann. Zu wildfremden, oftmals angeheiterten Männern in's Auto zu steigen erachte ich als weitaus gefährlicher! Und wenn Melanie "normale" Männer in deren Wohnung besucht ist kein Aufpasser da...
Jonas (Gast) - 8. Aug, 16:52
Seh ich auch so
Ich habe meinen Zivildienst in der Behindertenpflege geleistet und muss leider sagen das Melanies Gedanken durchaus gerechtfertigt sind. Nicht alle geistig behinderten sind gefährlich, aber sie haben oft ein anderes Distanzempfinden und/oder kennen bzw. beachten soziale Normen nicht, die andere Menschen nunmal erwarten. Das ist nicht unbedingt gefährlich, aber jeder Mensch hat das Recht zu bestimmen wie nah im jemand kommt und was er macht. Auch Prostituierte, die bezahlt werden.
Ich finde das von Melanier sehr gut - es ist nunmal Überwindung.
Ich finde das von Melanier sehr gut - es ist nunmal Überwindung.
Aya (Gast) - 7. Aug, 21:01
Oh.. ich weiß es ist gemein und all das, aber ich könnte das nicht. Es behagt mir schon nicht wenn ich mit solchen Kranken in einem raum sein muss. Du hast scheinbar sehr viel bessere Nerven.
Madove (Gast) - 7. Aug, 23:31
Mein spontaner Gedanke war auch "ich könnte das nicht", aber mehr aus Angst, etwas Falsches oder Unpassendes zu machen, zuviel oder zuwenig Fähigkeiten vorauszusetzen etc.; ich denke auch, das ist es, was die Situation so schwierig und angespannt macht.
Was sowohl Ekel als auch Gefahr angeht, nehm ich an, daß ein paar der "normalen" Freier, die hier geschildert wurden, es mit einem Behinderten lässig aufnehmen können...
Was sowohl Ekel als auch Gefahr angeht, nehm ich an, daß ein paar der "normalen" Freier, die hier geschildert wurden, es mit einem Behinderten lässig aufnehmen können...
Leptharius (Gast) - 8. Aug, 12:07
Hochachtung
Meine Hochachtung und meinen Respekt für deine Arbeit, sowas zeigt das du im wahrsten Sinne eine "Professionelle" bist. Viele sehen nur das Geld und den Sex in diesem Business, nicht jedoch die eigentliche oft sehr intime Dienstleistung und die Gefühle auf beiden Seiten.
AnjinSan (Gast) - 8. Aug, 12:32
*verneig*
meinen Rspekt und meine Hochachtung hast du. Deine "Gefahreneinschätzung" hin oder her, dein Handeln, deine Professionalität sollte manchen Menschen ein zumindest geistiges Vorbild sein. Denn der Umgang mit benachteiligten Menschen liegt m.E. in der BRD immer noch im argen.
War seine Reaktion nicht auch ein gutes Zeichen für dich und hat es dir nicht auch ein "gutes" gefühl bereitet?
War seine Reaktion nicht auch ein gutes Zeichen für dich und hat es dir nicht auch ein "gutes" gefühl bereitet?
Waldmeister (Gast) - 9. Aug, 01:14
Sorry, aber der Umgang mit geistig behinderten Menschen ist halt nicht jedermanns Sache.
Prostitution ist ein Geschäft Gleicher unter Gleichen, Nutte trifft Stecher. Man ist auf Augenhöhe, keiner ist besser als der andere.
Ist man nicht auf denselbem Niveau (der Eigenschaft, eigene Entscheidungen zu treffen), wirds problematisch. Ich kenn das aus eigener Erfahrung, obwohl ich mich zurecht wohl als Hurenbock bezeichnen darf, der mitnimmt, was er kriegt, hatte ich mal ein Erlebnis, auf das ich nicht stolz bin:
Eine Frau mit IQ von 60 (da fängt feuchtes Brot an fröhlich zu hüpfen), aber sehr lieb und nett, wollte mich in die Kiste zerren. Und ich habe sie böse abgebügelt. Weil ich nicht wußte, wie man mit jemanden umgeht, der nicht auf demselbem geistigem Niveau ist, dem man nicht auf Augenhöhe begegnen kann. Mein schlechtes Gewissen kam nicht davon, daß ich sie nicht flachgelegt hab, sondern davon, daß ich sehr schroff reagiert habe. Das hatte sie nicht verdient.
zu den Kommentaren:
der Aufpreis ist wegen der Nerven. Ungewohnte, einen eventuell mitnehmende Situationen läßt man sich besser bezahlen. Es geht nicht um physische Gefahren, für die man einen Aufpreis fordert. Sondern um die psychischen Gefahren, eine ungewohnte Situation bringt einen Verlust der Souveränität mit sich.
Prostitution ist ein Geschäft Gleicher unter Gleichen, Nutte trifft Stecher. Man ist auf Augenhöhe, keiner ist besser als der andere.
Ist man nicht auf denselbem Niveau (der Eigenschaft, eigene Entscheidungen zu treffen), wirds problematisch. Ich kenn das aus eigener Erfahrung, obwohl ich mich zurecht wohl als Hurenbock bezeichnen darf, der mitnimmt, was er kriegt, hatte ich mal ein Erlebnis, auf das ich nicht stolz bin:
Eine Frau mit IQ von 60 (da fängt feuchtes Brot an fröhlich zu hüpfen), aber sehr lieb und nett, wollte mich in die Kiste zerren. Und ich habe sie böse abgebügelt. Weil ich nicht wußte, wie man mit jemanden umgeht, der nicht auf demselbem geistigem Niveau ist, dem man nicht auf Augenhöhe begegnen kann. Mein schlechtes Gewissen kam nicht davon, daß ich sie nicht flachgelegt hab, sondern davon, daß ich sehr schroff reagiert habe. Das hatte sie nicht verdient.
zu den Kommentaren:
der Aufpreis ist wegen der Nerven. Ungewohnte, einen eventuell mitnehmende Situationen läßt man sich besser bezahlen. Es geht nicht um physische Gefahren, für die man einen Aufpreis fordert. Sondern um die psychischen Gefahren, eine ungewohnte Situation bringt einen Verlust der Souveränität mit sich.
LupusD - 10. Aug, 11:25
Dann müsste es auch Aufpreise für betrunkene, bekiffte, zugekokste, Gäste geben
Sven (Gast) - 9. Aug, 05:15
Respekt
Mein Respekt, dass Du das dann doch durchgezogen hast und ich möchte auch mal der Mutter meinen Respekt aussprechen, dass sich so um ihren Sohn kümmert. Allein schon mehrere solcher Telefonate führen zu müssen, stelle ich mir ziemlich belastend vor.
choice (Gast) - 9. Aug, 21:34
da ich im Rollstuhl sitze und des öfteren auch mit mental behinderten zu tun habe, kann ich die Ängste von Melanie nachvollziehen
Die Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung ist genau so gegeben, da es ein Trieb ist, den man nicht abstellen kann. Durch einen Unfall kann nun auch noch obendrein die Hemmschwelle verloren werden. Die Ängste von Melanie kann man deswegen nachvollziehen, da ich schon einmal dabei war, wie ein mental behinderter Mensch binnen Sekundenbruchteile um sich geschlagen hat, nur da er schlafen gehen sollte… Die Gefahr wird von deinem Kunden womöglich nicht ausgehen, da es gute Medikamente gibt um dies zu steuern. Seine Mutter hat ihn sicher darauf in zweierlei Hinsicht vorbereitet und wie schon oft von anderen gepostet, hast du dich auch schon in größere Gefahr begeben.
Ein anderes Thema ist, dass man mit einer Behinderung nur schwer einen Sexpartner findet, da Menschen mit einer geistigen Unterentwicklung abschreckend wirken. Bei Menschen mit einer körperlichen Behinderung wird die Behinderung, und sei es nur eine Amputation, manchmal als abschreckend empfunden. Ich weiß nicht, wie oft ich bereits erklären musste, dass eine Querschnittlähmung nicht automatisch bedeutet, dass man impotent ist. Bzw. gibt es auch genügend Medikamente…
Die Einschränkungen die ein Rollstuhlfahrer im Alltag hat sind nicht so schwierig zu meistern, wie der Umgang mit einem in der Gesellschaft. Ich gehe gerne und oft fort und ich denke dass meine Chancen, dass ich dabei ein Mädel „abschleppen“ würde, nur durch den Fakt, dass ich im Rollstuhl sitze, um 99% geringer ist wie ohne.
Ein anderes Thema ist, dass man mit einer Behinderung nur schwer einen Sexpartner findet, da Menschen mit einer geistigen Unterentwicklung abschreckend wirken. Bei Menschen mit einer körperlichen Behinderung wird die Behinderung, und sei es nur eine Amputation, manchmal als abschreckend empfunden. Ich weiß nicht, wie oft ich bereits erklären musste, dass eine Querschnittlähmung nicht automatisch bedeutet, dass man impotent ist. Bzw. gibt es auch genügend Medikamente…
Die Einschränkungen die ein Rollstuhlfahrer im Alltag hat sind nicht so schwierig zu meistern, wie der Umgang mit einem in der Gesellschaft. Ich gehe gerne und oft fort und ich denke dass meine Chancen, dass ich dabei ein Mädel „abschleppen“ würde, nur durch den Fakt, dass ich im Rollstuhl sitze, um 99% geringer ist wie ohne.
rené (Gast) - 9. Aug, 22:25
Hallo Meli,
wie so oft sehe ich deinen Job als sehr locker und angenehm an. Wenn sich dann wieder dieser Eindruck in mir aufgebaut hat kommt so eine Geschichte... Leider hat dein Job auch wesentlich unangenehmere Seiten, wobei die aus allerlei verschiedenen Sachen bestehen kann wie in diesem Fall die Unwissenheit was dich erwartet, wie dein Kunde in welcher Situation reagiert. Aber du hast das mal wieder super hinbekommen, ich ziehe den Hut vor dir und bewundere deine gute Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen...
LG
wie so oft sehe ich deinen Job als sehr locker und angenehm an. Wenn sich dann wieder dieser Eindruck in mir aufgebaut hat kommt so eine Geschichte... Leider hat dein Job auch wesentlich unangenehmere Seiten, wobei die aus allerlei verschiedenen Sachen bestehen kann wie in diesem Fall die Unwissenheit was dich erwartet, wie dein Kunde in welcher Situation reagiert. Aber du hast das mal wieder super hinbekommen, ich ziehe den Hut vor dir und bewundere deine gute Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen...
LG
Felis (Gast) - 10. Aug, 07:07
Aus der Erfahrung der Beziehung mit einem körperlich Behinderten Menschen kann ich sagen, da geht einiges. Ein früherer Partner von mir hatte keine Beine, da er diese bei einem Unfall verloren hatte. Es war bei ihm gerade genug Bein vorhanden, dass er sitzen konnte. Ansonsten war aber überraschend viel möglich.
Eine andere Erfahrung betrifft ein junges, geistig behindertes Mädchen. Eine Freundin von mir pflegte sie, wie auch andere Kinder. Nun musste diese Freundin aber kurz die Wohnung verlassen um etwas hochzuholen. Sie war froh, dass ich da war, um auf die Kinder ein Auge zu haben.
Als dieses geistig behinderte Mädchen etwas haben wollte, was sie aufgrund Unverträglichkeit nicht haben durfte, konnte sie schon erstaunliche Kräfte entwickeln. Dazu kam noch eine nervenaufreibende Zielstrebigkeit. Ich hatte einiges zu tun, sie von ihrem Vorhaben abzuhalten, dabei war sie noch nicht einmal ganz erwachsen. Scheinbar war das ihren Körperkräften ziemlich egal.
Aus diesen Erfahrungen her kann ich gut verstehen, wenn jemand - besonders bei geistiger Behinderung - seine Bedenken hat. Wenn sich da plötzlich der Antrieb verändert, irgend etwas die Aufmerksamkeit gefangen nimmt oder etwas gewollt wird, dann wird es für den sogenannten geistig gesunden Menschen schwer. Es funktioniert nicht, wie gewohnt, dass man auf denjenigen einredet.
Auch die nonverbale Kommunikation über Mimik und Gestik funktioniert nicht. Unsicherheit macht sich breit und die Handlungsfähigkeit ist doch stark eingeschränkt.
Eine andere Erfahrung betrifft ein junges, geistig behindertes Mädchen. Eine Freundin von mir pflegte sie, wie auch andere Kinder. Nun musste diese Freundin aber kurz die Wohnung verlassen um etwas hochzuholen. Sie war froh, dass ich da war, um auf die Kinder ein Auge zu haben.
Als dieses geistig behinderte Mädchen etwas haben wollte, was sie aufgrund Unverträglichkeit nicht haben durfte, konnte sie schon erstaunliche Kräfte entwickeln. Dazu kam noch eine nervenaufreibende Zielstrebigkeit. Ich hatte einiges zu tun, sie von ihrem Vorhaben abzuhalten, dabei war sie noch nicht einmal ganz erwachsen. Scheinbar war das ihren Körperkräften ziemlich egal.
Aus diesen Erfahrungen her kann ich gut verstehen, wenn jemand - besonders bei geistiger Behinderung - seine Bedenken hat. Wenn sich da plötzlich der Antrieb verändert, irgend etwas die Aufmerksamkeit gefangen nimmt oder etwas gewollt wird, dann wird es für den sogenannten geistig gesunden Menschen schwer. Es funktioniert nicht, wie gewohnt, dass man auf denjenigen einredet.
Auch die nonverbale Kommunikation über Mimik und Gestik funktioniert nicht. Unsicherheit macht sich breit und die Handlungsfähigkeit ist doch stark eingeschränkt.
Harry (Gast) - 11. Aug, 13:35
Sei stolz!
Melanie, sei stolz.
Du hast etwas Gutes getan. Einem Menschen, der das sonst nicht kann zu ermöglichen seine Sexualität auszuleben ist (trotz der Bezahlung) ein großes Geschenk.
Tue es, wenn es dir möglich ist wieder.
Du hast etwas Gutes getan. Einem Menschen, der das sonst nicht kann zu ermöglichen seine Sexualität auszuleben ist (trotz der Bezahlung) ein großes Geschenk.
Tue es, wenn es dir möglich ist wieder.
intimfrisoer (Gast) - 11. Aug, 19:37
danke
lese schon länger hier bei Dir mit:
danke für deine einträge;
sind wirklich seeehr interessant
lg
Der Frisoer
danke für deine einträge;
sind wirklich seeehr interessant
lg
Der Frisoer
Sabine Engelhardt (Gast) - 12. Aug, 22:19
Lesestoff zum Thema
Hallo Melanie,
gerade gestern selbst als Lesetip bekommen:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Behinderung/s_1421.html
Ich hoffe, das hilft weiter.
Gruß, Frosch
gerade gestern selbst als Lesetip bekommen:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Behinderung/s_1421.html
Ich hoffe, das hilft weiter.
Gruß, Frosch
D (Gast) - 13. Aug, 10:40
Warum das Lob?
Warum lobt eigentlich jeder Melanie, dafür dass sie sich dazu herabgelassen hat es mit einem ach soooo gefährlichen behinderten zu treiben? Ihr ist doch nur das Geld wichtig.
holly (Gast) - 16. Aug, 21:20
oh man
ein mensch ohne geistige einschränkungen ist oft ebenso unberechenbar und ich finde es auch nciht gut dass man sie hier so lobt...traurig das behinderte immernoch als so abnormal angesehen werden...dabei sind sie meistens ehrlicher und feinfühliger als menschen ohne einschränkungen. Ebenso haben sie häufig eine enorme Menschenkentnis. Weiß nicht...dieser Beitrag und die reation einiger darauf find ich erschreckend...
hmmm
hmmm
Kara (Gast) - 30. Aug, 16:14
Würdest du denn mit einem geistig Behinderten schlafen und dabei genauso loslassen etc können wie bei einem geistig Gesunden Menschen? Der Behinderte hat sehr sehr wenig Erfahrung, man weiß nie in welche Richtung die Behinderung sich denn bemerkbar macht, und die Kommentare bisher sollten eigentlich verdeutlicht haben dass Behinderte sich ihrer körperlichen Kraft und den etwaigen Auswirkungen nicht unbedingt bewusst sind.
Nun stell dir mal vor du liegst unter einem erwachsenen Mann, der eben noch ganz zärtlich war, und plötzlich machst du eine falsche Bewegung und er fängt an wild um sich zu schlagen. Für mich ist der Gedanke furchteinflößend.
Man weiß bei einem geistig Behinderten Menschen eben viel weniger als bei einem im großen und ganzen gesunden Menschen was einen erwartet. Wenn jemand mit seltsamen Fetischen anfängt, kann man immernoch nein sagen, im Zweifelsfall aufstehen und gehen. Dass der Mann dann immernoch brutal sein kann, daran hab ich garkeine Zweifel, und ich möchte auch sicherlich nicht mit Melanie tauschen.
Aber es ist eben einfach nochmal was anderes, und dieses extrem körperliche Verhältnis zueinander hat mit Ehrlichkeit und Menschenkenntnis, wie du das hier erwähnst, garnichts zu tun. Die Art und Weise wie Melanie den Beitrag geschrieben hat zeigt ja eigentlich dass sie Respekt hat, und dass er dann im Endeffekt sehr fröhlich und auch sehr feinfühlig war. Niemand sagt dass Behinderte die schlechteren Menschen oder sonstetwas sind, aber ich würde trotzdem nicht mit einem geistig Behinderten schlafen wollen. Es ist eben einfach anders, viel schwerer zu verstehen, was wohl gerade in diesem Menschen vorgeht, was er dabei spürt, wenn er sich vielleicht nicht richtig artikulieren kann.
Hier jetzt deswegen Intoleranz und Arroganz vorzuwerfen finde ich nicht gut, zumal du dabei, wie gesagt, zwei Themenbereiche (alltägliche Interaktion und körperliche, intime Interaktion) völlig irrational durchmischst.
Nun stell dir mal vor du liegst unter einem erwachsenen Mann, der eben noch ganz zärtlich war, und plötzlich machst du eine falsche Bewegung und er fängt an wild um sich zu schlagen. Für mich ist der Gedanke furchteinflößend.
Man weiß bei einem geistig Behinderten Menschen eben viel weniger als bei einem im großen und ganzen gesunden Menschen was einen erwartet. Wenn jemand mit seltsamen Fetischen anfängt, kann man immernoch nein sagen, im Zweifelsfall aufstehen und gehen. Dass der Mann dann immernoch brutal sein kann, daran hab ich garkeine Zweifel, und ich möchte auch sicherlich nicht mit Melanie tauschen.
Aber es ist eben einfach nochmal was anderes, und dieses extrem körperliche Verhältnis zueinander hat mit Ehrlichkeit und Menschenkenntnis, wie du das hier erwähnst, garnichts zu tun. Die Art und Weise wie Melanie den Beitrag geschrieben hat zeigt ja eigentlich dass sie Respekt hat, und dass er dann im Endeffekt sehr fröhlich und auch sehr feinfühlig war. Niemand sagt dass Behinderte die schlechteren Menschen oder sonstetwas sind, aber ich würde trotzdem nicht mit einem geistig Behinderten schlafen wollen. Es ist eben einfach anders, viel schwerer zu verstehen, was wohl gerade in diesem Menschen vorgeht, was er dabei spürt, wenn er sich vielleicht nicht richtig artikulieren kann.
Hier jetzt deswegen Intoleranz und Arroganz vorzuwerfen finde ich nicht gut, zumal du dabei, wie gesagt, zwei Themenbereiche (alltägliche Interaktion und körperliche, intime Interaktion) völlig irrational durchmischst.
Jenny (Gast) - 16. Aug, 21:49
zu ...
@ streetgirl
"...Er war fast zu sanft und vorsichtig..."
Wie meinst du das . Hällst du behinderte für "roh, animalisch" oder hat das mit deinen Vorlieben beim Sex zu tun, oder ...
"...Er war fast zu sanft und vorsichtig..."
Wie meinst du das . Hällst du behinderte für "roh, animalisch" oder hat das mit deinen Vorlieben beim Sex zu tun, oder ...
Ynnette - 22. Aug, 14:54
Hätte sie "er war grobmotorisch in seinen Berührungen" geschrieben, wäre es auch nicht verwunderlich gewesen.......
Luna (Gast) - 15. Sep, 08:49
Das Gleiche habe ich auch gedacht. Auch die Formulierung "solche Menschen" finde ich so daneben, dass mir schlecht wird. Wie tief muss jemand in der vorgefertigten, mentalen engen Kiste seines Seins stecken, um einen anderen Menschen so herablassend zu behandeln und betrachten.



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