Manchmal
Ich bin ein Profi. Egal wie es mir geht, der Kunde bezahlt, ist König und hat Anspruch auf die Dienstleistung, die ich ihm angeboten habe. Ob ich da jetzt Kopfschmerzen habe oder am Morgen einen Streit mit der Verkäuferin beim Bäcker hatte, ist egal. Meinem Lächeln sieht man schwer an, wenn es gefakt ist und mangelnde Einsatzfreude muss auch niemand beklagen.
Ein-, zweimal im Jahr aber ist das anders. Da bin ich ein ängstliches kleines Mädchen, sensibel und verletzlich. Schon ein böser Blick kann mich dazu bringen, mich zu verkriechen und mit der Welt nichts mehr zu tun haben zu wollen. An solchen Tagen jemand im wahrsten Sinne des Wortes in mich lassen? Undenkbar. Schon der Gedanke bedeutet Abscheu. Ganz gleich, ob es ein mäßig gepflegter Gelegenheitsfreier ist oder Prinz Charming, der meiner Mitbewohnerin trotz abgehackter Ferse nicht abnimmt, dass der gläserne Schuh der ihrige sei. Schließlich sind nur meine Füße so anmutig und graziös (andererseits sollte ein Mann mehr als einen Fuß-Fetischismus zu bieten haben, damit es etwas werden soll mit uns).
Jedenfalls nehme ich mir an diesen Tagen die Freiheit, nur mir ganz allein zu gehören. Auch dadurch habe ich dann später im Alltag die Kraft, unangenehme Situationen lächelnd zu meistern. Weil ich immer weiß, am nächsten Tag kann ich das Handy abstellen und nur für mich da sein. Die meisten in meinem Beruf können das nicht. Und deshalb wundere ich mich auch nicht, wenn ich sehe, wie schnell viele daran kaputtgehen.
Ich habe seit gestern eine Auszeit, und zwar bis zum 6. September. Vielleicht fahre ich spontan weg, vielleicht liege ich auch nur den ganzen Tag auf dem Balkon. Ich plane nichts.
Ein-, zweimal im Jahr aber ist das anders. Da bin ich ein ängstliches kleines Mädchen, sensibel und verletzlich. Schon ein böser Blick kann mich dazu bringen, mich zu verkriechen und mit der Welt nichts mehr zu tun haben zu wollen. An solchen Tagen jemand im wahrsten Sinne des Wortes in mich lassen? Undenkbar. Schon der Gedanke bedeutet Abscheu. Ganz gleich, ob es ein mäßig gepflegter Gelegenheitsfreier ist oder Prinz Charming, der meiner Mitbewohnerin trotz abgehackter Ferse nicht abnimmt, dass der gläserne Schuh der ihrige sei. Schließlich sind nur meine Füße so anmutig und graziös (andererseits sollte ein Mann mehr als einen Fuß-Fetischismus zu bieten haben, damit es etwas werden soll mit uns).
Jedenfalls nehme ich mir an diesen Tagen die Freiheit, nur mir ganz allein zu gehören. Auch dadurch habe ich dann später im Alltag die Kraft, unangenehme Situationen lächelnd zu meistern. Weil ich immer weiß, am nächsten Tag kann ich das Handy abstellen und nur für mich da sein. Die meisten in meinem Beruf können das nicht. Und deshalb wundere ich mich auch nicht, wenn ich sehe, wie schnell viele daran kaputtgehen.
Ich habe seit gestern eine Auszeit, und zwar bis zum 6. September. Vielleicht fahre ich spontan weg, vielleicht liege ich auch nur den ganzen Tag auf dem Balkon. Ich plane nichts.
melanie_83 - 26. Aug, 22:58
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