Frag Melanie

Montag, 3. Oktober 2011

Postbox 40/2011

Hi Streetgirl,

für mich waren die Internet Foren der Einstieg in die Freier Karriere, da ich hier die Erfahrungen der anderen Freier nachlesen konnte. Insbesondere was gut geklappt hat und was nicht. Da sind Hinweise wie "Ist kitzlich" , "sehr empfindlich" , "schnell überreizt" oder "seid lieb zu Ihr" schon wertvoll. Dadurch wurde mir unter anderem die Scheu davor genommen, den ersten Anlauf in eine Terminwohnung zu machen.

Auf meinen eigenen Berichte hin habe ich schon mal den direkten Kommentar von Ihr zurück bekommen "...Mir war nicht bewußt wie ich auf Menschen (Männer) wirke..."

Wie sind Deine Erfahrungen mit den Freier Foren?

Überwiegt da eher die Fantasie (aus der 08/15 Nummer mit Hänger wird die Hochzeitsnacht) oder findet sich auch eine gewisse Sachlichkeit der geschilderten Berichte?


An Freierforen kommt man heutzutage kaum vorbei und ich habe dazu ein sehr differenziertes Verhältnis.

Prinzipiell handelt es sich um eine gute Sache, für beide Seiten. Wer guten Service bietet und sich an Vereinbarungen hält, bekommt dort eine entsprechend gute Bewertung und somit die beste Werbung überhaupt.

Zumindest in einer perfekten Welt wäre das so. Leider fühlen viele Freier sich in der Anonymität dieser Foren sehr enthemmt. Das da die eigenen Leistungen aufgehübscht werden, ist noch das Harmlose daran. In vielen Fällen herrscht aber eine Sprache, die beleidigend wirkt und sehr verächtlich ist. Oft wird, aus welchen Gründen auch immer, nachgetreten und ein Termin, bei dem alles ordentlich lief, zu einem Reinfall gemacht. Besonders oft ist das natürlich der Fall, wenn die Dienstleisterin gewisse Dienste nicht leisten wollte (etwa Verzicht auf Gummis).

Und noch ein Aspekt gefällt mir nicht: In diesen Foren werden gerne Bilder gepostet, natürlich ohne vorher bei der betreffenden Person nachzufragen. Gerade für Frauen, die diesen Job nebenbei ausüben ist das unangenehm. Schlimmer ist es aber, wenn jemand einem Zuhälter entkommen ist und in einer anderen Stadt arbeitet. In den Foren wird nämlich gern bekannt gegeben, wenn eine bekannte Sexworkerin jetzt woanders arbeitet. Auch für Stalker ist das eine sehr nützliche Informationsquelle.

Das sind die Punkte, die mich erheblich stören. Eine ehrliche Bewertung meiner Dienstleistung, gern auch mit Kritik, würde mir hingegen nichts ausmachen.

Montag, 26. September 2011

Postbox 39/2011

Ich weiß du triffst dich nicht mit Lesern aus deinem Blog. Was jedoch wenn dir jemand, der eben dadurch auf dich aufmerksam geworden ist, eine unglaublich große Summe Geld bieten würde für eine gemeinsame nacht? Sagen wir so 50000 €.

Bei Vorauszahlung würde ich ernsthaft drüber nachdenken.

Welche Berufsbezeichnung hörst du am liebsten? Macht es dabei einen Unterschied, ob Kolleginnen voneinander sprechen oder Aussenstehende?

Freudenmädchen, nach wie vor. Viele nennen sich gern auch Sexarbeiter oder Teilzeitgeliebte. Mich persönlich kann aber auch jeder als Nutte, Hure oder was auch immer bezeichnen, das macht mir nichts. Ansonsten sollte man schon auf seine Wortwahl achten, denn viele Kolleginnen sehen das anders. Und natürlich ist es ein Unterschied, wenn eine Kollegin jemand Nutte nennt oder ein Kunde.

Wie lange hast Du überlegt, bevor Du diesen Beruf (dauerhaft) ausgeübt hast? Ist die Arbeit so, wie Du es Dir vorgstellt hast?

So wirklich überlegt habe ich nicht, es hat sich immer irgendwie ergeben und lief so weiter. Tatsächlich vorstellen kann man sich die Arbeit nicht vorher, aber insgesamt habe ich mehr Glück als Pech gehabt und die Entscheidung nicht bereut.

Montag, 19. September 2011

Postbox 38/2011

Bist du bei deiner Arbeit manchmal auch wirklich erregt? Oder spielst du dass, wie die meisten Orgasmen auch vor?
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Du schreibst, dass du beim Sex mit deinen Kunden nicht kommst. Täuscht du dann eigentlich Orgasmen vor, um deinen Kunden das Gefühl von Bestätigung zu geben? Wenn ja, bemerken das deine Kunden manchmal?


Natürlich wird man körperlich stimuliert, gewisse Reaktionen bleiben da nicht aus. Zum Orgasmus kommt es aber quasi nie, weil ich mich nicht so weit fallen lasse, sondern gefühlsmäßig auf einer eher rationalen Ebene bin. Ein wenig Theaterspielen gehört dazu, übertriebenes Gestöhne mögen nach meiner Erfahrung aber auch die Kunden nicht, deshalb lasse ich das. Ein leichtes Stöhnen und Zeigen, dass da ein Mensch und keine Puppe liegt muss sein, aber mehr nicht.

Hat Viagra den job eigentlich anstrengender gemacht? Oder spielt das keine Rolle?

Eigentlich spielt das keine nennenswerte Rolle. Manchmal erleichtert das Ganze, weil grad ältere Kunden eben doch stabiler werden und man nicht die Hälfte der Zeit damit verbringt, das Teil zu massieren und das Ego wieder aufzurichten.

Was denken deine Eltern eigentlich, womit du dein Geld verdienst? Ich meine irgendwas musst du Ihnen ja sagen oder denken die, dass du Arbeitslos bist? Und ist es nicht schwer das ganze Geheim zu halten? lg

Für sie arbeite ich in einer Cocktailbar. Geheimhaltung ist nicht so das Problem, weil wir in unterschiedlichen Städten leben.

Montag, 12. September 2011

Postbox 37/2011

Hast Du schonmal einen Kunden nach Hause geschickt weil er roch oder aus anderen Gründen?

Ich empfange nicht, deshalb kann ich keinen heimschicken, sondern höchstens selbst gehen. Im Normalfall schildere ich in solchen Situationen erstmal die Wonnen einer gemeinsamen Dusche, wenn es sein muss auch ohne Berechnung dieser Zeit. Versteht der Kunde das nicht und stinkt wirklich unerträglich, dann gehe ich tatsächlich. Kommt aber zum Glück nicht so oft vor.

Ist dir auf offener Straße schon einmal einer deiner Kunden begegnet? Wenn ja, wie reagierst du auf so etwas?

Na klar, das ist selbst in der Großstadt unvermeidlich. In solche Situationen lasse ich mir nicht anmerken, dass ich ihn jemals gesehen habe, denn ich weiß ja nie, ob ihn das irgendwie kompromittieren könnte. Wenn er mich anspricht oder grüßt, antworte ich natürlich.

Hi Streetgirl, was hälst Du eigentlich von gesext.de? Schon Erfahrungen gemacht?

Natürlich, ich muss mich immer auf dem laufenden halten über die aktuellen Portale. Gesext mag ich nicht sonderlich, was aber am Prinzip liegt. Ich verkaufe eine Dienstleistung, das ist okay. Als Auktion ist mir das aber unangenehm, da fühle ich mich tatsächlich wie Ware auf dem Markt. Für Gelegenheitsarbeiterinnen oder Leute, denen grade das gefällt (gibt's ja auch) ist es aber sicher okay.

Montag, 29. August 2011

Postbox 35/2011

Was motiviert dich eigentlich jedes Mal von Neuem, zu einem Kunden zu fahren und dich (auf gut deutsch) vögeln zu lassen? Außer dem Geld natürlich.


Das Gefühl, etwas in der Welt zum besseren bewegt zu haben, einen Menschen glücklich zu machen und dabei zu wissen, dass mein Körper immer noch begehrt wird. Naja, Blödsinn, natürlich ist das Geld der Hauptgrund, aber ich mag meinen Job einfach auch.

Was für Tage sind das, an denen du vom Kunden nach Hause gehst und denkst: Ich liebe diesen Job.

Die, an denen wirklich etwas dran ist, an meinem ersten Satz eben. Wenn ich spüre, da ist jemand, dem ich was gegeben hab, was mehr als Triebabbau war, wenn er mir sympatisch war und wir gemeinsam lachen konnten. Kleinigkeiten, aber entscheidende.

Macht Sex auf Wasserbetten wirklich mehr Spaß? Ist das erregender?

Ich hasse Wasserbetten, ehrlich gesagt. Eine harte Matratze ist die beste Grundlage.

Montag, 22. August 2011

Postbox 34/2011

Wollen dich manche Kunden auch "lecken"? Und wie reagierst du darauf?

69 wird ziemlich häufig gewünscht. Ich persönlich mag es gar nicht, wenn jemand fremdes mit seiner Zunge an dieser Stelle zugange ist und fühle mich unwohl dabei. Deshalb habe ich es lange überhaupt nicht angeboten, mache das aber seit einiger Zeit dennoch.

Was ist GFS?

Girlfriendsex. Also Sex wie mit der Freundin - Zärtlichkeiten, Küssen, Kuscheln inklusive.

Magst du klassische Musik?

Nicht immer, aber wenn ich schlecht drauf bin, entspannt sie mich und macht mich ausgeglichen.

Montag, 15. August 2011

Postbox 33/2011

Hi Melanie, hast Du weiterhin Kontakt zu Ella? Bloggt sie evtl auch demnächst? Die Kommentare zum 9.3. waren spannend und aufschlussreich...

Kontakt kann man das wohl nicht nennen. Wir haben noch ein paar Mails hin- und hergeschickt und zumindest im Januar hat sie hier noch reingeschaut. Aber ich denke nicht, dass sie bloggen will oder etwas in der Art, dazu hat sie im Alltag wohl zuviel Stress. Aber wenn sie oder auch eine andere Kollegin hier etwas zu ihrer Sicht der Dinge veröffentlichen will, ist sie herzlich eingeladen.

Mit 30+ anfangen zu studieren wird echt schwer. Ist es möglich, dass Du mit 35 für Dein ganzes Leben ausgesorgt hast?


Ich bin seit einigen Jahren sehr konsequent und konservativ beim Geldanlegen. Restlos ausgesorgt habe ich dann vielleicht noch nicht, aber die Basis für eine neue Existenz oder das Überstehen eine längeren Durstrecke ist da.

War Deine Berufsentscheidung die richtige Wahl?

Für mich ja.

Montag, 8. August 2011

Postbox32/2011

Gibt es in deinem Gewerbe auch übergewichtige Frauen? Wie erfolgreich sind sie, verglichen mit anderen auf der Straße /auf anderen Wegen?

Ja sicher gibt es die. Ich habe keine Zahlen oder Statistiken, aber selten sind sie nicht und sie haben auch zahlreiche Kunden. Das finde ich auch verständlich, denn es gibt keinen Einheitsgeschmack und unter den Freiern sind deshalb auch eine ganze Reihe von Fans sogenannter "Rubensmodelle".

Wie ziehst Du Deinen Kunden das Kondom über, mit dem Mund ? Oder rollst Du es vorher ab und ziehst es dann komplett drüber ?

Ich rolle es ab und ziehe es über. Kondome mit dem Mund überzuziehen ist ziemlich out, zumindest hier.

Wie wäre es wenn du Twitterst, unten wurdest du schonmal gefragt :)

Ich glaub meine Postfrequenz ist dafür zu niedrig :-)

Montag, 1. August 2011

Postbox 31/2011

Willkommen zur ersten Fragestunde!

Wie kommst du damit zurecht das manche denken du seist ein "sexueller Nimmersatt", nur weil du diesem Job nachgehst?

Problemlos. Ich mag Sex tatsächlich und wenn jemand doch drauf rumreitet, dann frage ich, ob er auch davon ausgeht, dass Bankkassierer am Wochenende nichts anderes tun, als die Bargeldbestände der Familie zu zählen und von Schrank A in Schublade B zu legen.

Was heißt "ATM"?

Ass-to-Mouth. Kurz gesagt, direkt vom Anal- zum Oralsex überzugehen.

Hat sich Dein Angebot im Laufe der Zeit verändert? Machst Du jetzt Sachen, die Du früher nicht gemacht hast oder machst Du gewisse Sachen jetzt nicht mehr?

Ja. Analsex habe ich etwa anfangs nicht gemacht. Und vor einem Jahr habe ich es auch noch strikt abgelehnt, mich lecken zu lassen. Mittlerweile lasse ich das zu, auch wenn es nicht zu meinen Lieblingsvarianten gehört. Aber es ist nicht riskanter als andere Spielarten und sehr viele Kunden möchten es.

Was ich anfangs noch gemacht habe, waren Fesselspielchen. Es ist nie was passiert, aber ich habe immer ein Angstgefühl dabei gehabt. Deshalb mache ich das schon lange nicht mehr.

Mehr Fragen? Schreibt mir!

Samstag, 12. Dezember 2009

Fragen und so

Auch wenn es in den letzten Monaten zu kurz kam, wollte ich dieses Blog immer auch nutzen, um Fragen zu beantworten und "meine Branche" etwas transparenter zu machen. Einioges habe ich öffentlich beantwortet, vieles per Mail, doch so richtig zufrieden war ich mit der Umsetzung nie - deshalb versuche ich es jetzt mal mit Formspring. Die Layout-Möglichkeiten sind begrenzt, aber immerhin habe ich es geschafft, eine Fragebox links zu integrieren und wer nicht mailen kann oder will oder nicht das Risiko eingehen will, dass ich seine Frage in den Kommentaren übersehe, der darf diese Möglichkeit gern nutzen und die Antworten dann unter http://www.formspring.me/Streetgirl lesen. Wie es sich in der Praxis bewährt, wird man sehen - ich bin gespannt.

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