Kunden

Samstag, 28. Dezember 2013

Extras

Positiv: 50 Euro extra, weil er "etwas fester zugreifen" durfte

Negativ: Blaue Flecken an Schenkeln und Brüsten, dazu Magenschmerzen

Gefühl: mies

Freitag, 9. September 2011

Jingle Bells

Vorhin habe ich den Weihnachtsmann beschert.

Im Grunde ein ganz normaler Kunde, der auch am Telefon nichts ungewöhnliches von sich gab.

Doch zuhause trug er seine Dienstkleidung in Form von rotem Mantel, Unterhose und falschem Bart, von der er dann auch nur die Unterhose ablegte.

Ein wenig schade fand ich, dass der Weihnachtsbaum künstlich war, aber naja. Die Lebkuchen haben dafür geschmeckt und mir wurde noch versichert, dass ich in diesem Jahr sehr brav war und sicher mit einigen Geschenken rechnen darf.

Ist doch was, oder?

Samstag, 6. August 2011

Kompliment

"Ist okay, das es bei dir etwas mehr kostet. Ich freue mich, dass es auch noch Deutsche gibt. Nix gegen Osteuropa, aber das ist doch nur eine große Aufzuchtanlage für den Strich im Westen. Und ich hab lieber Qualität."

Situationen, wo derartige Aussagen so verpackt werden, dass man eigentlich noch Danke sagen müsste, hasse ich. Total.

Donnerstag, 4. August 2011

Klaus

So ungewöhnlich war der Wunsch nicht. Er hieß Michael, wollte aber, dass ich ihn unbedingt Klaus nenne. Warum nicht, das gibt's und wenn er sich als Klaus in der Situation wohler fühlt ist es ja okay.

Ungewöhnlicher war da schon, dass er drauf bestand, dass ich bei jedem Stoß von ihm "Klaus" rufen soll. Aber meinetwegen.

Dennoch entwickelte sich das ganze zu einer nervenstrapazierenden Angelegenheit, weil ihm das Ganze irgendwie peinlich zu sein schien. Und so klang das dann am Ende etwa so:

[Stoß]
Ich:"Oh Klaus!"
Er:"Mhm, entschuldige das ich das verlange."

[Stoß]
Ich:"Ja, Klaus!"
Er:"Tut mir echt leid."

[Stoß]
Ich:"Fester, Klaus!"
Er:"Wirklich, sorry!"

[Stoß]
Ich:"Das ist gut, Klaus!"
Er:"Hihihi."

Der Dialog setzte sich munter noch eine Weile fort und bei der Verabschiedung entschuldigte er sich nochmal für seinen so ungewöhnlichen Wunsch.

Aber ob ich ihm wirklich verzeihen kann?

Freitag, 26. November 2010

Vorsicht vor mir

Ein Kundenbesuch, bei dem nichts ungewöhnliches zu erkennen war. Am Telefon war er nett, hatte ein paar mehr Fragen als üblich, aber auch das ist nichts Besonderes.

So stand ich vor der Tür und klingelte. Sie öffnete sich ein wenig und der Kettenblick kam (ihr wisst schon, dieser leicht verkniffene Gesichtsausdruck, wenn da die Sicherungskette an der Tür geschlossen ist und der Hausbewohner durch den Spalt zu erkennen versucht, welche Gestalten da auf seiner Klingel herumgedrückt haben.

"Du bist Melanie?" fragte er und ich bejahte freundlich.

"Hm." Darauf folgte nachdenkliches Schweigen und die Kette blieb an Ort und Stelle.

Schließlich konnte man ein leichtes Nicken erahnen und die Kette löste sich und die Tür ging auf.

"Komm herein, aber stell dich dort rechts an die Wand." sprach er dann.

Na meinetwegen. Männlicher Charme wird ohnehin überbewertet. So tat ich wie geheißen und er baute sich einen Meter vor mir auf und musterte mich eingehend.

Mein fragender Blick wurde zunächst ignoriert, bis er mir schließlich erklärte, er müsse mich durchsuchen.

Ich lächelte und sagte gern, aber zunächst sollten wir das Finanzielle hinter uns bringen, nicht?

"Denkst du etwa, ich bin so drauf, das mich das anmacht? Ich will ganz normalen Sex!"

Leichtes Stirnzunzeln meinerseits, denn gerade unter dem Stichwort "normaler Sex" habe ich schon alles mögliche erlebt.

So ließ er sich zu weiteren Erklärungen herab. Er wäre in einer wichtigen Position bei einem mittelständischen Fleischlieferanten tätig und angesichts der Terrorgefahr in letzter Zeit geht er kein Risiko ein. Schließlich hat er mit Schweinefleisch zu tun und man wisse ja, was das bedeutet. Deshalb geht es nur nach Leibesvisitation weiter ins Schlafzimmer.

Tja, innerlich versuchte ich nicht darüber nachzudenken, warum Osama seinen Opfern jetzt ausgerechnet willige Blondinen schicken sollte, die sie zudem vorher selbst kontaktiert hatten. Statt dessen sagte ich, gut, aber dann muss ich natürlich auch eine Sicherheitspauschale draufschlagen.

Damit konnte er leben und nachdem geklärt war, dass ich tatsächlich keinen Spregstoffgürtel mit mir führte, konnte der eigentliche Teil endlich beginnen.

Montag, 14. Juni 2010

Tröööt

Da sag noch einer, die Vuvuzelas würden jeden nerven.

Der potenzielle Kunde, den ich gestern am Handy hatte, wollte nichts ungewöhnliches, nur eine Stunde angefüllt mit Standarddiensten. Das ich trotzdem freundlich abgelehnt habe, lag an seinem Wunsch, danach noch ein Erinnerungsfoto von mir zu machen, mit vaginal eingeführter Vuvuzela.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Das letzte Mal

Gestern abend war ich bei einem Stammkunden. Einer von denen, die ich schon über zehn Jahre kenne und mit denen ich mich stets gut verstand. Doch als wir fertig waren und noch bei einem Glas Wein im Wohnzimmer saßen, meinte er, dass es ihm leid täte, aber das wäre das letzte Mal gewesen, dass er mich bestellt hätte.

Es kam sehr unerwartet, zumal ich mir sicher war, dass mein Service nicht schlechter als sonst war und er auch fit wirkte. Deshalb fragte ich nach, ob ich etwas falsch gemacht habe oder warum er nicht mehr zufrieden ist.

Seine Antwort war, dass alles wie immer wäre, aber er zunehmend ein Problem mit mir hätte. Er sagte, er steht eigentlich auf Teenager. Das ich älter wurde, hat ihm anfangs wenig ausgemacht, zumal die Sympathie einfach da war, aber seit ein, zwei Jahren wirke ich doch zu erwachsen auf ihn und er kann deshalb die Sache nicht mehr richtig genießen.

Tja. Es ist letztlich Business und persönliche Vorlieben und Abneigungen kann man nicht einfach ändern, egal was man davon hält. Er war auch immer fair bis zum Schluss. Trotzdem hat es mich ziemlich getroffen.

Dienstag, 20. April 2010

Zur Ansicht bestellt

Manche Sachen gehören einfach zum Job dazu und eine davon ist, dass man nach telefonischer Vereinbarung zum Kunden aufbricht, dort klingelt und dieser dann feststellt, dass man doch nicht sein Typ ist. In dem Fall platzt der Termin ganz einfach und je nach Freundlichkeit des Kunden und Entfernung gibt es noch eine Entschädigung für die Fahrtkosten oder auch nicht. Sowas ist einkalkuliert und kommt halt vor. Nicht jede ist jedermanns Typ.

Doch wenn man zu einem Termin kommt und da bereits fünf nicht sehr gut gelaunte Mädchen stehen, dann sieht das anders aus. Der Herr hatte sich einfach einige Anbieterinnen bestellt, um dann eine zu erwählen und die anderen wieder heimzuschicken. Das kam aber gar nicht gut an und schnell war klar, dass keine so einfach schulterzuckend wieder gehen würde. Man stand im Treppenhaus und die Stimmung wurde zusehends gereizter.

Der ohnehin nicht sehr clevere Herr machte dann schließlich seinen entscheidenden Fehler, als ihm herausrutschte, dass er eigentlich geplant hatte, mit einem der Mädchen in seinen garten zu fahren, da seine Frau bald heimkommen würde.

Nun richtete man es sich natürlich erst recht für eine längere Verweildauer ein. Schließlich kam es dann zu einer Einigung, indem jede anwesende Dame pauschal 100 Euro bekam und das Arreal geräumt wurde. Ein gutes Geschäft sieht anders aus und das für beide Seiten. Zumal er den Fehler machte, auch von zwei größeren Agenturen Gespielinnen zu buchen. Die sind vernetzt und künftig wird er wohl bei einigen Adressen umsonst anrufen.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Was anderes

Im Normalfall wird am Telefon abgesprochen, was gemacht werden soll und das ist dann auch mehr oder weniger verbindlich. So legte sich meine gepflegte Stirn auch etwas in Falten, als ich die Wohnung des Kunden betrat und er mir eröffnete, das Programm hätte sich geändert und ich solle mal ins Wohnzimmer kommen. Aber okay, ich war einmal da und so unflexibel bin ich ja auch nicht.

Im Wohnzimmer saß bereits eine junge Frau, doch es kam ein wenig anders, als ich spontan vermutet hatte.

Die beiden hatten sich nämlich einige Tage zuvor dramatisch für immer getrennt und als der Leidensdruck im Unterleib zu groß wurde, wählte der einsame Mann meine Nummer und das Ergebnis ist bekannt.

Nach dem Gespräch jedoch klingelte es an seiner Tür und aus der Verwunderung, wie ich so schnell schon da sein konnte, wurde Überraschung, denn da stand die Freundin wieder und wollte die Beziehung wieder reaktivieren. Er wollte das auch recht gern, doch da war ja noch ich.

In vielen Fällen hätte dies dazu geführt, dass die Freundin wieder gehen und ich doch benötigt würde, doch hier einigte man sich darauf, dass es doch nicht schlecht wäre, den Versöhnungsakt vor einer unabhängigen Zeugin durchzuführen.

So saß ich dann bei voller Bezahlung mehr oder weniger interessiert auf einem Sessel neben dem Bett und kann bezeugen, dass die Versöhnung geklappt hat.

Sonntag, 10. Januar 2010

Abzocke

"Hey, da hast du dich aber verrechnet, Mädel!"
- "Nö, das ist das, was vereinbart war."
(schnell nochmal gedanklich nachgerechnet, man traut sich selbst ja irgendwie doch am wenigsten, hat aber gestimmt)
"Neenee, das kannst du mir schon glauben. Ich hab mit deiner Chefin einen Nachlass ausgehandelt, weil ich dich zum ersten Mal nehme."
- "Mit meiner Chefin?"
"Ja genau, vorhin am Telefon. Jetzt zieh mal den Rabatt ab, dann können wir gleich loslegen."
- "Sorry, aber am Telefon war ich und sonst niemand. Und einen Nachlass habe ich garantiert nicht genannt."
"Jaja, komm, lass den Scheiss jetzt. Ich habs echt satt, laufend von euch Weibern abgezockt zu werden. Du nimmst jetzt das hier und keinen Cent mehr, sonst kannst du nachher deiner Chefin erklären, warum ich dich wieder zurückgeschickt habe."

Ich habe mich für die zweite Variante entschieden und mir alles genau erklärt. Und ich war voll einverstanden mit meiner Entscheidung. Bin halt doch die beste Chefin von allen.

Nachtrag, da es anscheinend nicht klar rüberkam: Ich arbeite bis auf minimale Ausnahmen ausschließlich mit Vorkasse; dieser Herr musste sich deshalb jemand anderes bestellen oder aber kostenfrei selbst Hand anlegen - mit mir ist nichts gelaufen.

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